Wir suchen einen Regisseur/ eine Regisseurin für unser Filmprojekt

 

Wir, die Gruppe „Dolomiten Ayllu“, wenden uns heute an Sie, um Sie zu fragen, ob Sie daran interessiert sind, einen Film mit uns zu drehen. Damit Sie sich ein Bild von uns und dem Filmthema machen können, wollen wir uns Ihnen mit diesem Schreiben vorstellen.

 

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Pioniere für eine kulturelle Erneuerung in Europa zu sein, bei der unsere Beziehung zur Erde als lebendiges Wesen von grundlegender Bedeutung ist und unserem Herz die ihm gebührende zentrale Stellung eingeräumt wird. Im Zuge unserer Arbeit in den letzten 16 Jahren ist die Wayna Fanes- Tradition entstanden, genannt auch der Weg des kristallenen Herzens, in der Weisheitslehre und Heilkunst der uralten Andentraditionen und die neu erwachte Kraft des großen Weltmythos von Fanes in den Dolomiten zu einer wunderbaren und lebendigen Synthese verschmelzen.

 

Die Wayna Fanes- Tradition ist heute zu einer authentischen, alle Ebenen des menschlichen Bewusstseins ansprechende Lebensform mitten in Europa geworden, die einen Weg anbietet, um unsere Beziehung mit der lebendigen Erde grundlegend zu erneuern, ihre Heiligkeit wieder zu erfahren und damit einen Weg aus der sogenannten ökologischen und Menschheitskrise heraus aufzeigt, der auch die spirituelle Dimension mit einschließt, denn diese Krise ist aus unserer Sicht in ihrem Kern eine Bewusstseinskrise. Eine Schlüsselfunktion kommt dabei der Wiederentdeckung des mythischen Bewusstseins zu, was gleichbedeutend ist mit der Wiederentdeckung der Seele, die durch eine rein rationale Weltsicht verkümmert. Beide miteinander zu verbinden erscheint uns entscheidend für einen heilsamen Bewusstseinswandel der Menschheit. Es ist unsere Überzeugung, dass wir eine Vision von einer lichtvollen Zukunft für den Planeten und all seine Wesen benötigen, um die Seele der Welt zu neuer Blüte zu bringen. Der Neue Mythos von Fanes, der sich durch unsere Arbeit mit heiligen Orten in der Landschaft sozusagen selbst erzählt hat, zeigt uns, wie wir aus unseren gegenwärtigen Irrwegen herausfinden und von einer solchen Vision getragen leben können. Die Rayeta, der unvergleichlich strahlende Stein von Fanes, steht dabei für den erweiterten Bewusstseinszustand, auf den wir auf unserem „Weg des kristallenen Herzens“ zugehen.

 

Ein wesentlicher Teil unserer Tätigkeit ist es, für das Wohl der Erde und ihrer Kinder zu pilgern – nicht für persönliche Anliegen oder gar, um Schuld abzubüßen! Das Wort „pilgern“ bekommt damit einen neuen Sinn, nämlich zu gehen, um den Wesen einer Landschaft aus vollem Herzen zu geben. Wir gehen zu heiligen Orten in der Natur, die wir liebevoll mitgestalten und regelmäßig pflegen. Durch Rituale des wechselseitigen Austausches treten wir mit ihnen in Kontakt und vertiefen die Beziehung zu ihnen, wobei viele dieser Orte zu Schauplätzen des Neuen Mythos von Fanes geworden sind.

 

Außerdem arbeiten wir alle mit einer Mesa, einer harmonischen Anordnung kraftvoller Gegenstände, meist Steinen, die größtenteils auf unseren Pilgerwegen zu uns finden. Wir kommen regelmäßig zusammen, um die Medizin der Mesa für unsere eigene Entwicklung einzusetzen. In den Medizinstücken der Mesa und dem Muster, das sie zusammen bilden, ist wiederum der Mythos repräsentiert, den wir auch an ihr erzählen, um seine transformative Kraft auf uns einwirken zu lassen und mit Hilfe der Mesa vertiefen. Persönliche Entwicklung ist bei uns kein Selbstzweck, sondern dient vor allem dazu, uns mehr und mehr zu Trägerinnen und Trägern von Medizin werden zu lassen, die in Zeremonien mit planetarer Perspektive perfekt aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten, um auf das kollektive Bewusstsein oder die Weltseele einzuwirken. Gemeinschaft spielt daher bei uns eine große Rolle, denn nur gemeinsam können wir genügend Kraft aufbringen, um auch kollektiv Veränderung zu bewirken. Wir verstehen unseren Weg als einen des liebenden Dienstes an Pachamama, Mutter Erde, und ihren Kindern. Unsere Arbeit mit der Landschaft vor Ort ist also nicht nur dazu da, um ihre Seele wieder zum Leben zu erwecken, sondern um mit der dadurch entstehenden Kraft der Weltseele zu dienen.

 

Besonders am Herzen liegt es uns, eine neue Pilgerroute in Gang zu bringen, die ein Teilstück der großen, weltumspannenden „Ruta de Wiraqocha“ darstellt. Diese bereits von den Inkas erwähnte mythische Route verläuft in nordwest- südöstlicher Richtung, so auch in Europa, wo sie von England bis in den kleinasiatischen Raum führt, wobei die Dolomiten und speziell Fanes ihr geistiges Zentrum bilden. Sie ist ein uralter Weg, der seit undenklicher Zeit immer wieder von weisen Pilgern begangen wurde, wenn der Moment für neue Impulse für die Weiterentwicklung des menschlichen Bewusstseins gekommen war.

 

Unsere Gruppe hat einen Teil von ihr wiederentdeckt und bereits begangen. Dieser Teil der Pilgerroute erstreckt sich vom Raum Brixen in Südtirol bis in die bellunesischen Dolomiten, wobei sich im Fanesgebiet als ihrem Herzstück besonders viele heilige Orte befinden, an denen der Neue Mythos von Fanes beheimatet ist.

 

Unsere Vision ist es, dass sich schon bald viele Menschen einfinden werden, die als Pilger/innen für die Erde  diese Route begehen, um ihre Beziehung mit der lebendigen Erde zu erneuern, für eine tiefe Wieder-Begegnung von Mensch, Mythos und Natur.

 

Mit dem Buch „Seele der Landschaft – Landschaft der Seele“ von Waltraud Hönes, der Gründerin der Wayna Fanes- Tradition und Leiterin unserer Gruppe, ist unsere Arbeit zum ersten Mal in einem größeren Rahmen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dieses Buch, im Jahr 2013 im Neue Erde- Verlag erschienen, ist nach wie vor im Buchhandel erhältlich und wird von uns direkt weitergegeben, zum Beispiel bei öffentlichen Mesa- Abenden, Workshops oder Lesungen mit der Autorin. Nun möchten wir es mit einem Dokumentarfilm ergänzen, um so noch mehr Menschen zu erreichen und vor allem die erwähnte neue Pilgerroute in Gang zu bringen.

 

Diese soll nach unseren Vorstellungen das Hauptthema des Films sein, der jedoch zugleich Einblicke in alle Aspekte unsere Arbeit geben soll, um ein vollständiges Bild von der Wayna-Fanes- Tradition zu vermitteln. Entsprechend sollte ein großer Teil in der Natur gedreht werden, doch auch Szenen an der Mesa mit aufgenommen werden, wobei natürlich das entsprechende Einfühlungsvermögen benötigt wird, um zu entscheiden, was gefilmt werden kann und was nicht, und es so zu tun, dass es eine Zeremonie nicht stört.

 

Da unsere Tradition etwas Einmaliges in Europa ist, sind wir auf der Suche nach einem/einer Regisseur/in, der/die dies erkennt und sich für unser Anliegen begeistern kann. Sie sollten unserer Arbeit mit Offenheit und Respekt begegnen und sich mit unserer Hilfe einen guten Einblick in sie verschaffen, um sie inhaltlich genau und authentisch darstellen zu können. Ein tiefer Bezug zur Natur und ein Gefühl für ihre Heiligkeit sowie ein Sinn für das Geheimnisvolle und Unsichtbare wären eine gute Voraussetzung für eine gelungene Zusammenarbeit.

 

Wir würden uns auf eine Antwort von Ihnen freuen.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!